13.06.2026 | CZERMAK, KAPUSTA, SCHEDL, LIEBSCHER – WIEN
Das Tavistock-Modell in der psychoanalytischen Paartherapie
Im Jahr 2026 veranstaltet der Bundesverband erstmals eine online-Vorlesungsreihe. Die einzelnen Veranstaltungen werden von den unterschiedlichen Ausbildungsstätten konzipiert und durchgeführt und sollen einen Eindruck von den vielfältigen theoretischen und behandlungstechnischen Zugängen der psychodynamischen Paar- und Familientherapie vermitteln.
Dieses dreistündige Seminar richtet sich an psychoanalytisch orientierte Paartherapeut:innen und bietet eine praxisnahe Einführung in das Objektbeziehungstheorie basierte Tavistock-Modell der Paartherapie. Im Mittelpunkt steht das Verständnis der unbewussten Phantasien, projektiven Identifikationen und gegenseitigen Introjektionen, die Paardynamiken prägen.
Anhand klinischer Vignetten wird gezeigt, wie Therapeut:innen im Übertragungsfeld des Paares arbeiten können, um die zugrunde liegenden inneren Objekte und Beziehungsfantasien erkennbar zu machen. Ziel des Seminars ist es, Teilnehmende mit der Haltung und Methodik des Tavistock-Modells vertraut zu machen, ihre eigene Gegenübertragung als diagnostisches Instrument zu nutzen und die dialogische Dimension psychoanalytischer Paararbeit zu vertiefen.