Überleben geht nur miteinander 

Das Selbst im Feld wechselseitiger Abhängigkeiten 


27. wissenschaftliche Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Beziehungsanalyse nach Thea Bauriedl (agba) vom 07. bis 09. November 2025 

Die Atemlosigkeit, mit der auf die Spirale existentieller innerer und äußerer Krisen derzeit mit 

erregtem Handeln und „alternativlosen“ Forderungen nach Unabhängigkeit, Abgrenzung und 

Selbstbehauptung reagiert wird, hat Konsequenzen auf die Art und Weise, wie wir mit uns selbst und miteinander umgehen. Sie berühren grundlegende Fragen nach unserem In- der-Welt-Sein, einem Spannungsbogen zwischen aktivem Gestalten einerseits und einer inneren aktiv-passiven Haltung des 

Warten-Könnens und Sich-finden-Lassens andererseits. Bei all den drängenden Krisen geht es dann nicht um mehr Aktivitäten, aber um mehr Anteilnahme, um die Suche nach Sinn und Bedeutung. Gerade das Einbetten in ein Netzwerk wechselseitigen Angewiesenseins, in dem auch auf das Dritte, das Unverfügbare vertraut werden kann, ist die Basis für selbstbestimmtes Handeln. 

Wir wollen uns dem Tagungsthema in dieser inneren Haltung annähern und auf verschiedenen 

Ebenen reflektieren: dem zwischenleiblichen Geschehen in der therapeutischen Begegnung (Dipl. Psych. Jörg Scharff, Kronberg), den Interaktionen einer schwer erkrankten Analytikerin auf ihre therapeutische Arbeit mit einem Jungen, der eben seinen Vater verloren hat (Dipl. Päd. Heilwig Parotat-Lorenz, Berlin) und schließlich den inneren und interaktionellen Erfahrungen, wenn der Analytiker selbst zum Patienten wird (Dr. med. Daniel Barth, Basel)

Zu jedem der Beiträge gibt es Arbeitsgruppen zur vertieften Reflexion. Die Übersetzung der 

Vorträge und Gedanken ins eigene Erleben der Teilnehmer*innen ist zentrales Anliegen der Tagung. 

Näheres entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer: